Die Welle des Glückes stürzte über mich, ich zog die Ringe vom Finger und warf sie in den See, ich zog die Nadel aus meiner Binde und warf sie in den See.

Niemand sah es.

Immerzu sang es in mir.

Wir wollen uns schmücken, mein Mädchen, denn unser Glück ist gekommen! Laß uns Kränze von Rosen auf dem Haupte tragen, da es Sommer ist, gib mir deine Hände, du Liebe, sieh, wir wollen die Arme schwingen und tanzen, da die Wiesen grün sind!

So sang es in mir.

Einmal da stand ich am Fenster und die Sonne ging unter. So schön ging sie unter, das Tal leuchtete, alles hielt der sinkenden Sonne sein Geschenk entgegen, die Gräser funkelnde Rubine, die Wälder goldene Schleier, der Fluß Feuer, ein Winken war es, ein heiteres Abschiednehmen, und die Sonne lächelte und sank. Da kam es über mich, da ich die Freude sah und die Dankbarkeit des Tales und das Lächeln der Sonne, da ich so glücklich war, so reich, ich lächelte, aber es kam über mich, und ich mußte weinen, ich lächelte und weinte zu gleicher Zeit.

Wie ich weinte, faßte mich eine Hand und ein Paar Augen blickten mich an. „Du weinst, Axel?“

Ich lachte, die Tränen spritzten über mein Gesicht, weil ich beim Lachen den Kopf schüttelte, ich zog Ingeborg an mich und sie blieb regungslos bei mir, nur ihre Lippen bewegten sich unmerklich, sie küßte immerzu mein Herz. — — —

Der glückliche Mensch! Ich kann dir wohl sagen, wie er aussieht, wie er außen und innen aussieht!

Schön macht das Glück, weise und gut.