Sommernacht, du bist ein dunkelblauer Edelstein.

Sommernacht, du bist ein duftender Hauch aus Gottes Munde. Sommernacht, du bist das klare gütige Auge einer jungen Mutter.

Ist nicht das die Sommernacht, ein warmer dunkelblauer Wald, ein nacktes Kindchen im Moose, das mit einem brummelnden Bären spielt? Ist nicht das die Sommernacht, ein Zwerg sitzt auf einem Brunnenrande und blickt in einen Spiegel? Ist nicht das die Sommernacht — ein Gesang aus der Ferne — ein Winken irgendwo — ein Kuß in der Luft — — ein Seufzen — — ein Blitz von Blut —

Ich bin dein, ich bin dein!

Ich denke an den Leib eines Weibes, der zu blühen beginnt. Das träumte ich einmal, es standen rätselhafte Worte auf den Lidern des Weibes — weiße Augen — Augen wie Lichter —

Ich denke — — Tiefen öffnen sich, die Welt schlägt ihr Auge auf und blickt mich an — ich knie vor Gottes Thron und Gott flüstert mir seine Geheimnisse ins Ohr.

Ich bin dein, ich bin dein!!

Die Welt steht still, es ist weder dunkel noch hell, laut noch leise. Es flüstert.

„Siehst du meine Augen?“

„Ja, ich sehe sie. Sie brennen.“