Ingeborg sagte: „O, mein Geliebter, wirst du mich immer so lieben?“

Ich sagte: „Warum fragst du, süße Herrlichkeit?“ Ingeborg sagte: „Ich weiß es, ja! Aber doch sollst du mir es im Tage einmal sagen und tausendmal, daß du mich liebst.“

Ich nahm Ingeborgs Hände und legte sie auf meine Brust, ich öffnete das Hemd, so daß sie meine nackte Brust berührten.

Und ich sagte: „Ich werde dich lieben in alle Ewigkeit, ich liebe dich, ich liebe dich, ich liebe dich — —“

So ist das Glück: Sprichst du davon, so mußt du sprechen, Tag um Tag, Nacht um Nacht, du kannst nimmer aufhören, nein, das kannst du nicht, du mußt sprechen, sprechen — schreien — flüstern — immerzu — —

17

Es zog eine drohende Wolke herauf über unseren Himmel, eine finstere Wolke, sie drückte mich nieder. Ich schlug an meine Brust, brach in die Knie und betete zu dem großen Geiste.

Die drohende Wolke zog vorbei, sie zerschmetterte mich nicht. Lange danach erst kam der Blitz, da der Himmel wieder klar und leuchtend war — —

Ingeborg erkrankte.