Dann also würde er ihr Paris zeigen: wimmelnde Stadt, immer auf den Beinen, ohne Schlaf, bebend von Lärm, widerhallend von Freude, schwimmend in Licht.

Und dann also –

Erregt ging Schwedenklee hin und her, von den großen Sternbildern zu Ellen mit den glänzenden Augen und heißen Wangen, immer hin und her.

Auch auf einem großen Dampfer war sie ja noch nicht gewesen: surrend und tobend Tag und Nacht, das kühle gischtende Meer durchschneidend, angefüllt mit Luxus und Behaglichkeit. Meer, Wolken – unbeschreiblich herrlich! Nein, sie hatte ja noch nichts, gar nichts gesehen – wie glücklich er war!

So würden sie also dahinfahren, Tag um Tag. Indien! Japan!

„Japan?“ rief Ellen und schlug die kleinen Hände zusammen.

„Ja, Japan. Ich bin ja auch noch nicht dagewesen, aber es soll ein einziges Wunder sein. Man fährt in kleinen Wagen dahin, von braunen, flinken Burschen gezogen – die Teehäuser, die Tempel – und die ganze Bevölkerung in Kimonos und auf hohen Stöckelschuhen. Da gibt es einen Berg, den man immer auf den Holzschnitten abgebildet sieht – wie heißt er doch? Fujiyama! Diesen Fujiyama wollen wir besteigen!“

Wie Ellen sich freute zu reisen, die Welt zu sehen! Denn sie hatte ja bis jetzt nichts gesehen. Sie kannte nur Dresden, Berlin, und einmal war sie in Potsdam gewesen.

Man höre! Schwedenklee lachte laut heraus.

Und wieder ging Schwedenklee erregt hin und her, von den großen Sternbildern zu Ellen, von Ellen zu den großen Sternbildern. Immer größer wurden seine Schritte. Seine Stimme klang plötzlich unsicher.