„Doch, ich verstehe dich, Ellen.“

Ihr Blick ruhte groß und voller Scheu auf ihm, während ihre Hände seine Wangen streichelten. Genau so zart und sanft, mit zitternden Fingern, wie die Hände ihrer Mutter – seinerzeit in Paris ...

28

Schwedenklee sitzt in der Nacht auf der Treppe des Hauses. Das Haus ist dunkel, schwarz der Wald, Schwedenklee sitzt in völliger Finsternis. Zuweilen schlägt Feuer aus der Treppe des Hauses: das ist Schwedenklees Zigarre, die Funken stiebt.

Heute, morgen, übermorgen sitzt Schwedenklee in der Nacht, und nur zuweilen fahren wilde Funken aus seiner Zigarre.

Ruhelos rennt der Hund hin und her, die Nase am Boden. Durch den Garten, über die Felder, in den Wald, immer die Nase am Boden, alten Spuren nach. In der Nacht fällt Regen, und nun ist der Hund plötzlich ruhiger.

Ellen also war ins Engagement abgereist ...

Er hatte nicht mehr erwartet, daß sie ihm auf die gewisse Frage antworten würde – und doch, sie hatte es getan! Auf dem kleinen Bahnhof, der wimmelte von lauten Badegästen, hatte sie zart seinen Arm berührt und ihn mit einem Blicke angesehen – ja, was für ein Blick war es doch?

Das war ihre Antwort! Schwedenklee atmete tief – ja! Und er hatte sie verstanden. Sie sagte: „Es wäre ja alles so wunderbar gewesen, aber siehst du – es ist nicht so einfach ...“

Nun, er hatte verstanden, vollkommen. O gewiß, es war nicht so einfach ...