Es darf indessen nicht verschwiegen werden, daß Schwedenklee in diesen Tagen sich häufig selbst in den Weinkeller begab.

Es gibt Menschen, die einen Stoß in die Herzgrube ohne besondere Erschütterung ertragen, sie sind sehr selten, andere, die lamentieren und ein großes Geschrei machen, und wieder andere, die einfach eine Flasche aufziehen, sich räuspern und eine Zigarre anzünden ...

Schwedenklee stand in diesen Tagen sehr spät auf und ging erst schlafen, wenn der Morgen graute. Augusta betrachtete ihn mit vorwurfsvollen Blicken. Er aß ihr zu wenig.

Ja, diese Augusta, sie war keineswegs so albern, wie er glaubte. Sie sah in sein eingesunkenes, verstörtes Gesicht und sagte sich: „Diese Frauenzimmer, wie sie ihm zusetzen – es ist schon eine Schande!“

Der Neubau war fertig. Er roch nach Kalk, Gips und Glaserkitt. Auch das Badezimmer – das alle Badezimmer Deutschlands schlagen sollte – war im Rohbau fertig. Die versenkte Wanne war vier Meter lang und zwei Meter breit, die Hähne blitzten. Eines Tages mühte sich ein Fuhrwerk, ein kleiner Wald auf Rädern, die Straße herauf: die Blattpflanzen kamen. Sie hatten ein Vermögen gekostet.

„Stellen Sie sie einfach in den Baderaum!“ sagte Schwedenklee. Da standen sie, bis sie verkamen.

Weshalb aber, zum Teufel, war es in diesem Neubau so kalt? Strömte der Putz diese Kälte aus? Schwedenklee betrat den Neubau nicht mehr.

Zart und fein stieg die Mondsichel aus dem Meer empor.

Schwedenklee saß im Dunkel auf der Treppe des Hauses und rauchte.

Er hatte heute den ersten Brief Ellens erhalten. „Dank, Dank – du wirst mich verstehen – du bist mir gewiß nicht böse ...“