Schwedenklee hatte wie gewöhnlich in seiner Unbeholfenheit nicht die richtige Form gefunden. In der letzten Minute, er wollte den Brief schon entmutigt einstecken, fielen ihm die rechten Worte ein. Er sprach davon, daß man einem Freunde die Erlaubnis einräumen müsse, in besonderen Fällen ein bescheidenes Darlehen –.

Blank schien zu schwanken.

„Wenn ich Ihr großherziges Anerbieten annehme, so geschieht es aus Gründen, die ich Ihnen nicht auseinandersetzen kann!“ sagte er dann mit einem tiefen, langen Blick und nahm den Brief unter Dankesversicherungen in Empfang.

„Sobald ich in der Lage sein werde ...“

„Keine, nicht die geringste Eile!“

Es gelang schließlich Schwedenklee sogar, Blank in eine Droschke zu stopfen, deren Kutscher er entlohnte.

„Und wenn Sie einmal einen freien Abend haben, Herr Blank?“

„Ich werde Ihre Güte nicht mißbrauchen. Dank und leben Sie wohl – für immer!“ rief Blank. Und dann, schon in der Droschke, fügte er noch einige Worte hinzu, denen Schwedenklee an diesem Abend keinerlei Bedeutung beimaß. Er sagte: „Ich bin glücklich, Sie näher kennengelernt zu haben. Wie wichtig das für mich ist, werden Sie vielleicht einmal erfassen.“ Aber, wie gesagt, Schwedenklee beachtete diese Worte an diesem Abend kaum.

Blanks bleiche Hand winkte aus dem Fenster. Die Droschke rollte davon und im Nu war sie unter anderen Gefährten untergetaucht.

„Nun, Gott sei Dank, das wäre überstanden!“ sagte Schwedenklee zu sich selbst. „Großer Gott, was für Elend gibt es auf dieser Welt.“