Schwedenklee zitterte, totenbleich im Gesicht, hinter seiner Zeitung.

Der Bassist Schwarz näherte sich.

„Nelly ist bitterböse auf Sie!“ schrie er laut lachend. „Sie hat eine Stunde auf Sie gewartet, mein Gott, wie böse sie war!“

Schwedenklee wich dem Blick des Sängers aus.

„Verzeihen Sie“, sagte er leise und stockend, bebend vor verhaltener Erregung. „Ich komme soeben vom Sterbebett eines Freundes.“

„Oh, ich bitte um Entschuldigung“, stammelte Schwarz und begab sich rasch zu den Kartentischen.

„Ich übergehe Ellen Ihrem Schutz ...“

Heiß stieg ein heiliges Gelübde aus Schwedenklees Herzen. Plötzlich nahm er Pelz und Zylinder, und mit einem verwirrten Lächeln auf dem verstörten Gesicht eilte er zum großen Erstaunen der Gäste rasch die Treppe hinab.

In den folgenden Tagen sah man Schwedenklee sehr geschäftig: im Zylinder, schwarzem Überzieher. Er fuhr im Auto ab, er kehrte im Auto zurück. Den ganzen Tag war er unterwegs, er aß in der Stadt. Er sprach fast nichts, seine Miene war ernst, feierlich.

Stundenlang ging er, tief in Gedanken versunken, durch die Zimmer seiner Wohnung. Endlich war er ins reine gekommen. Er klingelte Augusta.