„Augusta,“ sagte er, „wir müssen diese Zimmer umräumen. Sagen Sie dem Portier, daß er mir morgen früh helfen soll. Ich –“ er verlor unter Augustas Blick die Sicherheit – „wir werden Besuch bekommen. Die Tochter meines verstorbenen Freundes wird bei uns wohnen.“
Augusta legte den Kopf auf die Seite, zog den Mund breit und betrachtete ihn vom Kopf bis zu den Füßen. Dann wandte sie sich hastig ab und schlug die Türe zu. Das war Augustas Antwort.
„Nun gut,“ dachte Schwedenklee, „soll sie gehen, die alberne Gans!“
An einem Nachmittag fuhr ein Auto vor Schwedenklees Haus vor. Zuerst stieg Schwedenklee aus, sehr erregt, scheue Blicke um sich werfend, und dann eine schmächtige, ganz in Schwarz gekleidete, tief verschleierte junge Dame, die eine armselige kleine Handtasche trug und den Blick auf den Boden heftete.
Unbeweglich, hilflos stand die junge verschleierte Dame auf der Treppe, während Schwedenklee den Chauffeur entlohnte.
„Augusta!“ rief Schwedenklee. Aber niemand regte sich, das Haus schien verlassen.
Schwedenklee war äußerst verlegen und sehr aufgeregt.
Er hatte zwei kleine Zimmer seiner Wohnung mit antiken Möbeln hübsch und anheimelnd eingerichtet, so daß ein junges Mädchen von Geschmack daran Gefallen haben mußte. Sogar einen kleinen elektrischen Ofen hatte er angeschafft, damit sein Gast nicht frieren solle.
„Ich habe diese kleinen Zimmer für Sie eingerichtet, Ellen“, sagte Schwedenklee mit unsicherer Stimme. „Hoffentlich fühlen Sie sich wohl hier. Auf jeden Fall, Sie sind hier ganz zu Hause.“
„Danke“, sagte die tief verschleierte junge Dame tonlos, ohne einen Blick in die Zimmer zu werfen, die Augen zu Boden gerichtet, unbeweglich.