„Ja, Swedenborg.“

Schwedenklee gestand nicht ein, daß er diesen Namen heute zum erstenmal hörte.

„Oft scheint es mir, als ob diese Großstädte Exponenten der Swedenborgschen Hölle seien: riesenhafte Kloaken, in die Tag und Nacht, ohne Unterbrechung, der Schmutz rinnt, Bordelle, Mördergruben, infernalische Verneinungen des göttlichen Gedankens!“

Der kleine Arzt fröstelte.

„Ja, in der Tat, vielleicht leben wir mitten in der Hölle, ohne es zu wissen! Vielleicht sind all unsere Freunde, die jetzt da droben Karten spielen, nichts als Teufel, Gespenster, Verdammte, Verfluchte ...“ Bleich und erschöpft von der Stubenluft blinzelte der berühmte Nervenarzt in Schwedenklees rotes Gesicht.

Plötzlich lächelte Schwedenklee und streckte dem Arzt die Hand hin. „Hölle hin, Hölle her!“ rief er mit einem sieghaften Lächeln. „Das Leben ist doch schön! Gute Nacht, Doktor!“

„Trotzdem“ – der Arzt berührte wohlwollend Schwedenklees Ärmel – „sollten Sie sich etwas Ruhe gönnen. Gehen Sie doch in Ihre Villa an der Ostsee!“

„Jetzt, im April? Sie ahnen nicht, Doktor, wie entsetzlich kalt es da oben ist. Übrigens regnet es immer. Nein, danke herzlich!“

Schwedenklee stand und sah dem kleinen, unsicher gehenden Arzt, der Kapazität, betroffen nach. Welch eindringliche Ermahnungen! Und „Fegefeuer, Gespenster –“?

„Ja,“ sagte Schwedenklee, „vielleicht hat er sogar recht! Aber, was für eine Welt wäre das – ein Betrug, nichts sonst! Und doch –?“