Schwedenklee behandelte sie mit grausamer Höflichkeit. Er spielte den Herrn, der eine Dame auf Teebesuch bewirtet.

„Natürlich habe ich Freunde – von früher her. Wir alle haben Freunde nur von früher her, aus der Jugend. Es ist allerdings wahr, meine Freunde haben sich wenig um mich bekümmert, und es ist ebenso wahr, daß ich mich wenig um sie bekümmerte.“

Er sprang auf und reichte ihr Feuer für die Zigarette.

Sie dankte. „Ich bin dir sehr dankbar, daß du mir so lebhaft zu Dunker geraten hast!“

„Ist er also doch tüchtig?“

„Oh!“ Nelly lächelte sonderbar, indem sie die Augen zur Decke hob. „Er ist ein wirklich moderner Künstler! Aber er ist keck –!“ Schwedenklee sagte nichts. „Er ist sehr keck. Er verfolgt mich unaufhörlich mit seinen Anträgen.“

„Aber du bist ja kein Kind mehr, Nelly!“ Oh, wie gleichgültig klang hier Schwedenklees Stimme!

Welch bösen Blick sie ihm gab! Aber sofort lächelte sie wieder gleichmütig. „Ich sagte ihm: spielen Sie Theater auf der Bühne!“

„Sehr gut!“ lobte Schwedenklee und lachte.

Pause. Nelly forschte in seinem Gesicht.