Und wieder, da eilte er durch einen Lilienwald. Das weiße Gewand Biankas schimmerte vor ihm. Aber so sehr er eilte, er erreichte es nie. Er rief, aber der Wald verschluckte seinen Ruf, ohne ihn weiterzugeben. Plötzlich wurden die Lilien so dicht, daß er nicht mehr durchzukommen vermochte. Und Biankas Augen blickten ihm entgegen. Sie lächelten grausam und höhnisch. Da begann der ganze Wald zu wandern und voller Schrecken erwachte er.
Wieder — wieder — da gingen sie durch eine Wiese von gläsern-durchsichtiger Farbe. Er und sie. Sie schritten Hand in Hand. Er war jung, schön war er. Sie war bald Kind, bald Jungfrau — Sie gingen im gleichen Schritt, sonderbar pathetisch, als trüge sie eine Melodie.
Da begann sie zu singen. Leise, flüsternd.
„Als Kinder spielten wir auf blumiger Wiese“, sang sie.
„In unseren Träumen spürten wir unsere Hände“, sang er.
Ihre Schritte zogen eine leuchtende Spur durch die Flur.
Sie blieben stehen, legten sich die Hände auf die Schultern und blickten einander an. Aus ihren Augen züngelte eine goldene Flamme.
„Wohin gehen wir?“
„Bis an die Pforte.“
„Bis an die Pforte?“