„Nein, nein“, rief er, „das ist nicht denkbar!“

Nun war er da, der Gedanke, und er brachte ihn nicht mehr los.

Die Hand seiner Vergangenheit hatte nach ihm gegriffen.

„Lieber Freund“, sagte er zu sich, auf der Ottomane kauernd, „du bringst deine Vergangenheit nicht mehr los, und wenn du dir das Gehirn aus dem Kopfe schlägst. Eine Schlinge liegt um deinen Fuß und zieht sich zu, wenn du ausschreiten willst. Du kannst nicht mehr gehen, wohin du willst.“

In seinem Gehirn wirbelten die Gedanken wie die Flügel einer Turbine, seinen ganzen Körper durchzitternd.

Nach einer Weile fand er seine Fassung zurück.

„Was ist dabei“, sagte er sich und legte das Kuvert in ein Schubfach. „Ich werde es herausbringen. Im übrigen geht man nicht rückwärts in die Zukunft hinein, mein Freund.“

Er nahm den Hut, um spazieren zu gehen. Es darf nicht so fortgehen, dachte er. Er kramte in seinen Papieren, zog ein dünnes Manuskript hervor und steckte es in die Tasche, um es auf die Redaktion zu tragen.

Es waren Gedichte, Gedichte an Bianka. Das kam ihn hart an, aber es mußte sein. Das Leben erlaubte keine Zimperlichkeit. Er wollte sie unter fremdem Namen veröffentlichen, damit Bianka nicht etwa den Verrat entdecken konnte.

„Du verzeihst“, sagte er, die Büste anblickend, und ging.