Was aus ihm geworden wäre?
Es sei nichts aus ihm geworden. Er sei zugrunde gegangen. —
Es war noch eine Menge geschehen; eine ungeheure Menge.
Und auf dem Heimwege war er noch der kleinen Scholl begegnet.
„Herr Ginstermann!“
Aber er hatte keine Zeit gehabt, nicht eine Sekunde. Er gab ihr die rechte Hand, sagte: Guten Abend, wie geht es? dann reichte er ihr auch schon die Linke, und fort war er. „Verzeihung, ich will arbeiten“, rief er dem verdutzten Mädchen zu.
Ja, nun wollte er auch arbeiten. Dieses Zerstreutsein mußte ein Ende nehmen. Er wollte die Geschichte zweier Auserwählten schreiben!
Die Begierde zu schreiben erfaßte ihn so heftig, daß er kaum erwarten konnte, bis die Lampe in Ordnung war.
Aber im gleichen Momente leuchtete die Büste auf, und nun konnte er den Blick nicht mehr von ihr wenden.
Das war Bianka, Bianka! So war Bianka. Ebenso stolz, ebenso unnahbar. Sie, blickte ihn nicht an, sie sah durch ihn hindurch, irgendwohin in eine Ferne, die ihre Phantasie geschaffen. Genau wie die lebende Bianka, wenn sie ihn anblickte.