Dann, während sie den Kaffee serviert, sagt sie: „Nun müssen sie lesen. Sie haben doch etwas mitgebracht!“
Natürlich, er hatte die ganze Tasche voll.
So liest er also. Kleinigkeiten, Stimmungen, Gedichte.
Das eine gefällt ihr gut, das andere wieder weniger. Eines entzückt sie sogar.
Es heißt: Der Sohn. Da ist eine Mutter, die nichts besitzt als einen Sohn. Er reist. Kommt er zurück, so küßt er sie. Erst heiß, dann innig, dann kühl. Zuletzt sind seine Lippen wie Eis, sie berühren kaum die ihrigen. Sie ahnt, er kommt nicht wieder. Ihre Angst, ihr Schmerz. Er kommt auch nicht wieder. Ein Telegramm aus fernem Lande.
Diese Geschichte nimmt sie und trägt sie zu ihrer Mama hinaus.
Ihre Mama habe es ergriffen.
Er verneigt sich tief.
Dann zeigt sie ihm das Bild ihres Bruders. „Sie müssen ihn kennen lernen“, sagt sie. Sie ist so gut.