„Vielleicht bin ich dir noch soviel, daß du mich Freundin nennen kannst, Henri?“
Ginstermann stand auf und sagte, ebenso leise wie sie, ebenso kühl, als sie herzlich sprach: „Nein, gnädige Frau.“
Die Dame erhob sich und blickte ihn an. Ihre hellgrauen Augen überzog ein Schleier.
„Glaube es mir, ich konnte damals nicht anders. Mein Gatte — du sollst alles hören. Ich hatte so große, große Sehnsucht nach dir — — willst du mir nicht die Hand geben, Henri?“
„Doch, gnädige Frau. Ich danke Ihnen für Ihren Besuch.“
„Willst du mich nicht anders nennen. Hast du meinen Namen vergessen?“
„Ja, gnädige Frau.“
„Adieu, Henri. Ich sage trotzdem Henri zu dir.“
Ginstermann zog ein Schubfach auf und nahm ein Kuvert heraus.
„Ich habe Ihnen dieses Kuvert zurückzugeben, danke.“