„O gewiß, wenn sie es erlauben. Ein paar Zeilen —“
„Erinnern Sie sich stets daran, daß Sie da unten im Süden eine Freundin haben, die Ihnen für alle Zeiten und Fälle eine Freundin sein möchte, wollen Sie das?“
Er dankt ihr, indem er sich verbeugt.
Er werde sich stets daran errinnern. Für alle Zeiten. Er danke ihr, ja er danke ihr tausendmal für all ihre Güte. Er wisse, daß auch Sie sich oft an den herrlichen Sommer errinnern werde.
Fließend, ohne einen Fehler in der Betonung, spricht er. Es ist ihm, als sei da ein Zweiter neben ihm, dem er voll Bewunderung und Erstaunen zuhöre.
Dann schüttelt sie ihm die Hand.
„Adieu. Morgen um ½11, bestimmt! Am Bahnhof. Adieu. ½11 Uhr, nicht? Adieu!“
Das sagt sie leicht hin, etwas hastig und steigt die Treppen hinauf.
Ginstermann wendet sich augenblicklich und geht zur Gartentüre hinaus. Er geht stolz und aufgerichtet. Der Wind wirft ihm boshaft lachend eine Hand voll Staub ins Gesicht.
Da ruft sie ihn nochmals. Sie steht auf der obersten Treppe, mit einer Geste als wolle sie herabsteigen, um ihm noch etwas zu sagen. Aber sie steigt nicht herab, sie spricht nichts, sie hebt nur die Hand, um zu winken. Aber sie winkt auch nicht.