Ginstermann erschrak, als er sie erblickte, es war ihm, als errate sie seine Absicht. Sie betrachtete ihn auch so sonderbar, versteckt argwöhnisch. Sie ließ ihn sicher nicht ohne weiteres vorbei.
„Was ist mit Ihnen, Herr Ginstermann?“ fragte sie mit jäher, erschrockener Stimme.
„Mit mir, wieso denn nur?“
„Wie sehen sie nur aus. Ist Ihnen etwas zugestoßen?“
Diese Besorgnis, diese mütterliche Anteilnahme machte ihn bewegt.
„Ach nein“, erwiderte er. „Gute Nacht, Frau Trud.“
Er gab ihr die Hand und sah ihr mit einem tiefen Blick in die Augen.
Oben wandte er sich nochmals um und rief: „Grüßen Sie Kapelli, ich werde ihn demnächst wieder mal besuchen.“
Er zitterte noch, als er in seinem Zimmer angelangt war.
Hatte sie etwas gemerkt? Wie konnte sie das?