Nachdem er abgeschlossen hatte, zündete er die Lampe an. Dann spähte er unter das Bett, ob niemand drunter versteckt sei, der ihn beobachten konnte. Die Vorhänge zog er zu.
Er ging zur Büste, blickte sie eine Weile düster lächelnd an und hob sie herab.
Er preßte sie an die Brust und küßte sie auf den Mund.
„Bianka“, sagte er, „leb wohl. Wer du auch seist, ich danke dir. Du warst das Schönste, das Leuchtendste in meinem Leben. Du gabst mir ein tiefes Erlebnis. Nie hat ein Mensch Schönres erlebt. Dafür danke ich dir. Weißt du, wie ich dich liebe? Sieh, ich bin irrsinnig geworden, so liebe ich dich. Irrsinnig, du meine Bianka. Vielleicht hätte ich dich glücklich gemacht. Wir wissen es ja nicht. Leb wohl. Wenn du von meinem Tode hörst, so härme dich nicht. Verzeih!“
Tränen rollten über seine Wangen, während er sie lächelnd betrachtete. Er öffnete den Schrank und stellte die Büste behutsam hinein. Sie sollte es nicht sehen.
Da pochte es an seiner Türe.
Er erschrak heftig und fragte stockend: „Wer da?“
„Kapelli.“ Ob er nicht Lust habe, den Abend mit ihnen zu verbringen. Bißchen Karten spielen.
„Nein, danke schön.“
„So machen Sie doch mal auf!“