Wieder öffnet sich der Vorhang, und ein Mädchen geht durch den Saal, das Gesicht verhüllt wie das erste.
König Skule greift nach dem Becher, ohne ihn zu nehmen. Er knirscht mit den Zähnen, er muß an die heißen Schlachten denken.
Und nun tritt ein dürrer, schwarzer Mann aus dem Vorhang. Sein Gesicht ist wachsfahl und ohne Leben.
König Skule fragt ihn mit den Augen. Der Arzt schüttelt langsam den spitzen Kopf.
„Wann?“ fragt König Skule. Der Arzt antwortet ihm mit scharfen, ruhigen Blicken.
„Wenn das Gold in den Bergen glüht? Wenn der Abendstern aus den Tannen kommt?“
Der Arzt nimmt den Becher und schüttet den Wein auf den Boden.
„Ehe dieser Wein verdampft, o Herr.“
„So laß in die Posaunen stoßen.“
Die Posaunen rufen. Was rufen sie? Wer sich das Herz bei lebendigem Leibe aus der Brust schneiden lasse, fragen sie. Der Zauberer kündete, das würde Roselinds Leben retten.