„Adieu.“

Eine Türe ging. Er schrak zusammen, als der Drücker ins Schloß schnappte.

Wie still es doch war. Seine Kissen flüsterten bei jedem Atemzuge. Er lag im heißen Dünensand, und das Meer plätscherte . . .

Roselind — Roselind . . .

Roselind ist Hagewolfs, des schönsten und mutigsten Recken, ehelich Gemahl.

Wie eine Krone, glitzernd von Steinen, flammend von Zinken, auf dunklen Locken, liegt ihre Burg auf schwarzem ewigen Walde. Halali heißt der Wald. In Skules Reichen ist nicht Schöneres.

Hagewolf fuhr übers Meer, zum Siege. Schwert des Tor nennt ihn das Volk.

Roselind ist schön. An allen Höfen flüstern die Saiten: Roselind ist schön.

Nach Halali! Nach Halali! Noch in der Nacht werden die Pferde gesattelt. —

Am Tore vor Roselinds Schloß, da kauert ein Pilgrim. Die Nacht ist lang. Zwölf Meere an Finsternis birgt diese Nacht. In den Büschen glühen die Rosen. Es sind Menschenherzen, die Roselind in die Büsche warf. Auf dem Tore stecken an Speeren zwei Köpfe. Königssöhne. Blut tropft ins Gras. Bei jedem Tropfen hört man weit hinter den Bergen Frauen schluchzen.