Der eine öffnet die blauen Lippen und spricht: „Weh dir! Weh dir!“ Der andere schlägt die schwarzen Lider in die Höhe und spricht: „Entfleuch! Entfleuch!“
Die Nacht ist lang! Die Nacht ist lang!
Mein Sohn, mein Sohn, jammert es überm Meer. Liebster mein, Liebster mein, schluchzt es weit hinter den Bergen.
Nun faucht der Morgenwind aus dem schwarzen Walde und bläst die Herzen in den Büschen aus. Ein Schwarm feuriger Vögel streicht über den Wald.
Ein Mädchen steigt auf die Treppe, weiße Blütenbänder um den perlmutterschillernden Leib, legt die Hände an den Mund und ruft: Über der Herrin Land — leuchtet der Son — ne Brand — —! — leuchtet der Sonne Brand! antwortet in der Ferne eine Stimme . . . . Der Sonne Brand . . . .
Jauchzen. Rot glühen die Zinnen aus Granat.
Die Köpfe am Tore sind steif und stumm.
„Mach auf.“
„Wen suchst du, Armer?“ — „Ich suche Roselind.“ — „O, weh dir!“
Hörner lachen. Ein Tor springt auf: Roselind und das Gefolge reiten heraus.