Noch in letzter Minute besann er sich eines anderen.

Er hatte dieses Wiedersehen, an das nicht mehr zu denken gewesen war, während der Nacht in der Vorstellung vorausgelebt, mit allen Worten und Mienen, dem Parke in der Sonne, den schießenden Schwalben im Äther. Er hatte verzückten Auges in ihr strahlendes Antlitz geblickt, er hatte ihre geschmeidige Hand in der seinigen gehalten, ihr Guten Tag und Adieu gesagt — er hatte in die dunkle Nacht einen Teppich von Sonne und Wonne gewoben: und er war nicht hingegangen.

Das war nicht leicht, es war durchaus nicht leicht.

Er wollte sie nicht wiedersehen, das war es.

Nun saß er in seinem Sessel und lauschte auf das Schlagen der Uhren und sprach: Jetzt kommt sie quer durch die Wiese, weiß in weiß gekleidet wie immer, und steigt den Hügel zum Monopteros hinauf —

Adieu Bianka!

Das war nicht leicht, das war durchaus nicht leicht. Er hatte sie ja doch immerhin ein bißchen lieb, wie?

Sein Entschluß lastete auf ihm wie ein Ungeheuer. Alles wirbelte in ihm herum, seine Gedanken verwirrten sich, eisige Angst kroch an sein Herz.

Noch war es möglich, ihr zu begegnen . . .

Aber nein, er wollte nicht. Diesem letzten tapferen Gedanken wollte er Treue bewahren.