In dieser Nacht schloß er kein Auge.
Die Sterne gingen über den hellen Himmel, schlüpften hinter den dunklen Kamin, kamen wieder hervor und glitten vorbei. Neue kamen. Endlich flimmerten sie schemenhaft hinter grauen Schleiern. Himmel und Erde schliefen. Dann hauchte ein süßlich-grauer pastellner Ton über die Dächer, Scheiben blinkten, ein müdes, verschlafenes Gesicht tauchte an den Fenstern auf: der Tag.
Es schlug sechs, sieben, acht.
„Nun ist er dort,“ sagt er, und die Augen fielen ihm zu.
XIX.
Sonne!
Überall Sonne! Rote Sonne!
Ginstermann und Bianka gingen wiederum im Englischen Gatten. Still nebeneinander, ohne zu sprechen. Selbst als sie sich da droben am Monopteros die Hand gaben, sprachen sie nichts. Nur der Druck ihrer Hände redete, und sie verstanden sich.
Es war ein heißer Tag; die Sonne in Milliarden funkelnde Körperchen aufgelöst, vibrierte in der Luft, bis hinauf zum paradiesisch blauen Himmel. Der Geruch von Heu und der Duft der Linden erfüllten den Park. Überall glitzerte und leuchtete es. Hier blitzte das metallene Halsband eines Hundes, dort blendete das Dach eines Kinderchaischens, die Speichen der Herrschaftswagen glitzerten, grellfarbene Sonnenschirme flogen hinter den in der Sonne sich ausdehnenden Büschen vorüber. Die Augen der Menschen strahlten, als brenne ein Stern in ihrer Brust, die Kleider der Mädchen leuchteten, die quer durch die Wiesen wandelten.
Es war ein Tag des Lichtes.