„Ja, o freilich. Ich darf gar nicht an den Abschied denken.“
„Das begreife ich. Fräulein Schuhmacher ist ja Ihre Freundin. Ich denke, auf diese Freundschaft können Sie stolz sein. Fräulein Schuhmacher ist sehr exklusiv, wie ich weiß.“
„Ja, Bianka ist sehr wählerisch.“
„Fräulein Schuhmacher“ —
Da unterbrach sie ihn. Sie müsse jetzt gehen.
Aber sie ging gar nicht, obschon sie ihm hastig die Hand hingestreckt hatte. Sie besann sich auf irgend etwas, dann rief sie mit einer ungewöhnlichen Lebhaftigkeit: „Adieu, Herr Ginstermann“, und sprang in den Hausflur hinein.
Bijou galoppierte hinter ihr her.
Ginstermann ging einigermaßen verwundert über ihr Benehmen weiter. Er wanderte langsam die Leopoldstraße hinunter, an all die Qual denkend, die er hier auf und ab geschleppt hatte.
Bianka hatte Licht. Er blieb stehen und winkte mit der Hand zu dem erleuchteten Fenster hinauf.
Vielleicht denkt sie an mich, dachte er, freudig erschreckend bei dem Gedanken.