Die Wiesen schimmerten unter ihm mit dem Schatten der Heuhäuschen, die Bäume zogen wie Rauch im Silberlichte, aus der Silhouette der Stadt stieg der Lichtschein gleich weißem Opferrauche.

Ferne, seltsame Laute ertönten, als ob die Stadt in unruhigem Schlafe rede.

Er verbrachte die Nacht im Garten. Biankas Geist war ihm nahe, umgab ihn, alle Worte, die sie zusammengesprochen, alle Gefühle, die sie hier empfunden, schwebten um ihn.

Leise singend ging er seine Wege. Er saß auf einer Bank und schrieb in den Sand. Ava — ava — abala — schrieb er. Er wußte nicht, was es hieß.

Sein Wesen löste sich auf, der Zauber der Nacht war in ihm, er war ein Hauch dieser Nacht selbst.

Was ist der Mensch? Ist er eine Blume, die sich frei bewegt? Ist er ein Hauch aus fernen Gärten, der Gestalt angenommen?

Der Park erklang in silbernem Gesange. Eine Wolke trug ihn dahin, und über ihm schwebten die Sterne, den glitzernden Perlen einer ungeheuren Fontäne gleich. Im Geiste nahm er sein Herz aus der Brust und hob es hoch in den Händen den Sternen entgegen und rief: Segnet es, segnet es . . .

Früh am Morgen ging er nach Hause. Es war kühl geworden, und sein Blut floß langsam durch den Körper —

Als er die Treppe hinaufstieg, knarrte oben ein Schritt. Er erschrak nicht, er lebte noch zu sehr in seinen Träumen. Ein Mann stand in der Ecke, die Hand am hinaufgeschlagenen Rockkragen, mit nassen, verquollenen Augen. Es war Ritt. Er lächelte und huschte an ihm vorüber.

Ginstermann dachte, was mag er gewollt haben, und legte sich nieder.