Goldschmitt hörte aufmerksam zu und wartete auf den zündenden Funken. Er breitete seine Pläne und Ideen vor ihm aus, ob er sie für gut finde.
Ginstermann fand alle für gut, sogar für sehr gut.
„Sie werden Ihren Weg machen,“ sagte er und stieß mit ihm an.
Der Maler konnte sich nicht enthalten, nach der Ursache von Ginstermanns Lustigkeit zu fragen.
„Ich feiere heute Geburtstag,“ erwiderte ihm Ginstermann, den wahren Sinn dieser Antwort selbst erst herausfindend, nachdem er gesprochen.
Einige Gäste traten geräuschvoll ins Lokal, und wie auf ein Zeichen wurde es lauter, kaffeehausmäßiger. Die verschlafene Kellnerin stand auf und ging langsam mit schwerfälligem Wiegen der Hüften zwischen Büfett und Tischen hin und her. Die einzeln sitzende Dame legte das Blatt aus der Hand und begann mit unmerklich lächelnden Blicken unter dem Hute hervorzusehen.
Der Lebhafte in der Ecke hatte ein Glas umgeworfen, das ganze Tischtuch triefte. Er plauderte weiter, während das Rehäuglein den Schaden gut machte. Sein Freund lachte, daß sich alle Gäste umwandten und mitlachten. Sein Mund war rund wie ein Taler.
„Betrachten Sie mal diesen Menschen,“ sagte Ginstermann.
Goldschmitt entgegnete: „Das ist Spiegel, er hat dieses Café hier entworfen.“
Das wollte Ginstermann nicht glauben.