Man müßte den alten Herrn, ihren Vater, im Kaffeehaus zu treffen suchen, mit ihm über Politik und Münzensammlungen, über den unentdeckten Vulkan in Hinterindien, über sonst etwas sprechen. Irgendwo ist ein alter Herr stets zu packen . . .

Vergessen wir unsern kleinen Rentner nicht. Nun klingelt er. Ein Dienstmädchen. „Das gnädige Fräulein besaßen die große Liebenswürdigkeit, mich zu bestellen.“ Ein Kleid rauscht. Eine schlanke, blasse Dame. Das Männlein blinzelt, schüttelt den Kopf.

„Nein — nein — ich muß irr gegangen sein. Ich möchte eine Dame namens Won — Wonderneß sprechen.“

„Ich bedaure.“

„Leopoldstraße 12?“

„Allerdings.“

„Diese Dame ist Malerin, sie bestellte mich bis drei Uhr, Leopoldstraße 12.“

„Ich kenne niemanden dieses Namens. Aber fragen Sie mal nebenan nach, bei Major von Hörmann. Es ist da eine Dame zu Besuch —“

„Zu Besuch — richtig, zu Besuch! Ich danke vielmals, ich bitte um Entschuldigung. Ein alter Mann —.“ Das Männlein macht einen Kratzfuß und steigt vorsichtig die Treppe hinunter.

„Bei Major von Hörmann, gleich nebenan.“