„O, ich danke, vielen Dank, Euer Gnaden“ . . .

Wo brennt es? Es brennt noch nicht, Herr Schutzmann, aus dem Keller schlägt Rauch. Wenn man schnell alarmiert. — Ja, wo denn? Leopoldstraße, diese moderne Villa . . . Sein Gehirn arbeitete mit der Schnelligkeit eines Motors, über den der Maschinist die Herrschaft verloren. Er versuchte alles nur Denkbare, um einschlafen zu können. Während sein Körper wie tot lag, befand sich sein Gehirn in hellster Aufregung. Er zählte bis hundert und zurück, er lauschte auf das Ticktack seiner Taschenuhr, er dachte: Sommer, du liegst im Gras, Hitze schwingt, Bienen brummeln; alles war umsonst.

Bald kletterte er auf eine Pappel, um sie zu sehen, bald zechte er mit dem alten Mann, der täglich um ein Uhr die Villa betrat, um etwas aus ihm herauszulocken, bald schlug er eine tollwütende Dogge zu Boden, die sich auf den schlanken hübschen Herrn mit seinem Kindergesicht stürzen wollte.

Gegen Morgen erst versank er in einen schweren, traumlosen Schlaf, und er wußte sich nie zu besinnen, bei welcher Gelegenheit er eingeschlafen war.

Er erwachte meist mit dem jähen Schrecken, er höre ihre Stimme unten in Kapellis Ateliers.

So vergingen einige Wochen.

VIII.

Ginstermann erzählt:

Heute aber, nachdem ein fortgesetztes Mißgeschick mich gänzlich mutlos gemacht hatte, heute aber — meine Herrschaften, verzeihen Sie diese Phrase — lächelte mir endlich Fortuna!

Ja, Fortuna lächelte mir!