Meine Damen, meine verehrten Damen und Herrn. Ich wandere zurück an den „Wällen Jerusalems, des ewigen“, ich bin weit draußen in der Vorstadt gewesen. Es wird Abend, ein trüber, trauriger Abend, als hätte ihn mein Herz geboren. Ein feiner Regen rieselt herab.
Ein niederträchtiger, unverschämter Regen, der meine Zigarette näßt, daß sie zu kohlen beginnt. Dieser Umstand allein würde bei normalen Verhältnissen genügt haben, mich mißmutig zu machen. Jetzt schlug er dem Faß den Boden aus.
Es ist zuviel, es ist zuviel, alles was recht und billig ist.
Ich werde geradezu wütend. Aber plötzlich, durch all meine Misere hindurch lächelte mir der holde Sonnenblick Fortunas.
Nur Geduld. Bei großen Momenten halte ich große Reden der Einleitung, wie ein Gourmand die Delikatessen einer sorgfältigen Betrachtung unterzieht, um seinen Genuß zu steigern.
Also es regnet, und das Pflaster ist naß. Meine Zigarette ist erloschen, und ich schreite mit düsteren Blicken meine Straße. Das bewußte Haus kommt näher.
Ein geschmackloses, ein lächerliches Haus, das Experiment eines Architekten, der in modernem Stil macht. Macht ist gut gesagt.
Wie gesagt und überhaupt — betrachten Sie, bitte dieses Haus!
Ich hätte Lust, Ihnen jetzt einen kleinen Vortrag zu halten über moderne Architektur im speziellen, über moderne Kunst im allgemeinen. Eventuell mit Ihnen ein kleines Exkursiönchen durch die Baustile aller Zeiten und Völker zu unternehmen, über die phrygische, lykische, syrische Kunst hinweg, hinein in die babylonisch-assyrische, mit Ihnen den Palast des Königs Sargon zu Chorsabad zu besichtigen und den Tempel des Chunsu zu Karnak zu durchwandern. Hier im Schatten des Säulenwaldes würde es mir ein besonderes Vergnügen sein, Ihnen, wenn Sie wünschen, meine Ansichten über die rituellen Gebräuche dieser Völker auseinanderzusetzen.