Aber zur Sache! Ich sehe, die Damen langweilen sich.
Ich gehe an diesem Hause vorüber, empört über seine Geschmacklosigkeit, über die höhnisch lächelnde Verschlossenheit, mit der mich seine vierundzwanzig Augen verfolgen — da höre ich meinen Namen rufen.
Ganz leise, als äffe mich ein Spuk.
Ich wende den Kopf, von vornherein überzeugt, daß ich mich täuschte, da erblicke ich eine weibliche Gestalt unter der Türe.
Ich rege mich nicht von der Stelle, ich starre sie nur an, über mir sausen Flammen.
„Guten Abend,“ sagt sie und lächelt mir zu.
Endlich gehe ich näher. „Guten Abend, Fräulein Schuhmacher.“
Sie hat ein Tuch umgeschlagen, und aus einem in der Dämmerung leuchtend blassen Gesichtchen blicken ihre glänzenden, großen Augen. Geschmeidig wie eine Katze huscht sie die Stufen herunter.
Ruhig, ohne die geringste Erregtheit, sage ich: „Ich konnte mir gar nicht denken, wer mich anrufen könne.“