Es war Ginstermann als peitschten sie seinen Rücken. — —
Nach einiger Zeit bat Fräulein Schuhmacher Ginstermann, dessen plötzliche Mißstimmung ihr auffallen mußte, ihr einiges über seine Arbeiten zu verraten.
„Es ist ihr gleichgültig, wer ich bin“, dachte dieser bitter, „sie geht nur mit mir, weil die Zeitungen von mir schreiben.“
„Was arbeiten Sie gegenwärtig. Ich interessiere mich dafür, es ist nicht Neugierde.“
Ginstermann blickte sie an und lächelte. Nein, es war nicht Neugierde. Das versöhnte ihn einigermaßen mit sich. Einerseits fühlte er sich in seiner Eitelkeit dadurch geschmeichelt, auf der anderen Seite tat es ihm ordentlich wohl, daß jemand von ihm wissen wollte.
Er fuhr fort zu lächeln und sagte: „O, das ist nicht so einfach zu sagen. Das ist sehr kompliziert alles. Jemandem das auseinandersetzen zu wollen —“ Er räusperte sich.
Eine heiße Welle überflutete ihn. Nein, war das nicht sonderbar? Jemand wollte wissen, was er schrieb?
Sollte er ihr die Hände küssen?
Er dachte gar nicht mehr an vorhin. Er dachte nur das eine: Jemand intressiert sich für dich, Freundchen. Das tut einem armen Hunde ordentlich wohl, wenn jemand kommt und mit der Hand über ihn streicht, wie? Haha.
Und er begann zögernd Gedanken und Pläne auszukramen. Seine Hände bebten, er suchte ungeschickt nach den deckenden Ausdrücken, seine Lippen zitterten.