Das klang wie eine Bitte, die sie schüchtern vortrug und am liebsten wieder zurückgenommen hätte. Eine leise Röte stieg in ihre Wangen, sie beugte den Kopf in den Nacken und sah zum Himmel empor, den ihre Augen hell spiegelten.

„Von meinem Leben?“ erwiderte Ginstermann und lachte kurz auf.

„Von Ihren Eltern, Ihren Geschwistern. Haben Sie Geschwister?“

„Ich habe weder Geschwister noch Eltern, Fräulein Schuhmacher.“

Sie blickte ihn an und war erstaunt, daß er heiter lächelte.

„Wie das?“

„Ich war noch nicht achtzehn Jahre, als man mir Urlaub für mein ganzes Leben gab. Ich hatte so etwas wie eine Dummheit begangen.“

Er lachte wieder, ganz vergnügt.

„Ich begreife das nicht.“

„Ich bin glücklich, wenn ich daran denke. Der Haß macht glücklich, Fräulein Schuhmacher.“