Er lehnte sich gegen die Türe, den Kopf in den Nacken gebeugt, immer noch das Lächeln von vorhin auf den Lippen.

XI.

Ginstermann hatte es aufgegeben, gegen das Geschick zu kämpfen, das auf ihn einbrauste.

Noch war es nicht soweit gekommen, daß er sich ihm als Sklave ergeben mußte, noch konnte er sich verschenken.

Und so verschenkte er sich.

Er hatte sich gegen das Leben abgeschlossen, alle Fugen seiner Seele verstopft. Nun war es doch gekommen, heimtückisch in seiner Güte, furchtbar in seiner Liebe. Wie ein glühender Sturmwind fuhr es daher. Mit tausend Stimmen, mit Posaunen rief es ihn.

Die Posaunen des Lebens riefen ihn!

Nicht ohne Grauen folgte er dieser Stimme, aber er folgte mit der versteckten Sicherheit eines Menschen, der weiß, daß er sich zuletzt, ganz zuletzt, wenn es ihn an seiner Brust zerdrücken möchte, durch einen Sprung retten kann.

Und wenn nicht — nun dann sollte er untergehen.

Er hatte solange geherrscht über sich und andere, er hatte Sehnsucht, einmal zu dienen, er hatte immer geschenkt, verschwendet, er wollte nun nehmen, gierig nehmen.