Der Kampf gegen sein Schicksal war das Wahnsinnige, Erschöpfende gewesen, nun, da es sein Freund war, nahm er Geschenke und Hiebe ohne Trotz und Schmerz entgegen.

Blank und frisch, reingescheuert lag die Erde. Der Himmel lockte, die Sonne sang und sang, er blieb eigensinnig zwischen seinen vier Wänden.

Er wußte, wenn du nach Schleißheim gehst, zwischen acht und neun Uhr morgens, so kannst du sie sehen, wie sie mit der kleinen Scholl auf dem Rad vorbeiklirrt, aber er ging nicht. Er wollte sich keine Freude mehr stehlen. Selbst mußte sie zu ihm kommen, ganz von selbst.

Sie würde ihm ja schreiben. Ich schreibe Ihnen, wenn ich wieder kann, hatte sie ja gesagt.

Oder hatte sie es nicht gesagt? Sie hatte es gesagt, natürlich!

Und noch hatte er ja zu zehren von dem großen Glücke von neulich.

Es war entzückend, nichts, gar nichts zu tun, auf der Ottomane zu liegen und Zigaretten zu rauchen. Die Wirklichkeit versank und herrliche Träume wuchsen aus ihr empor wie mattleuchtende Tulpen, deren Kelche sich leise neigten.

Dazwischen dachte er daran, etwas zu schreiben. Er war voll von Liedern.

Doch ließ er sie singen, klingen in sich, wozu sollte alles Papier werden? Er wollte seiner Seele diese Lieder nicht rauben, sie sollten diese zarten langstieligen Blumenkelche umschweben.

Bekam er Langeweile, so sprach er bei den Bildhauersleuten vor.