„Welch prächtige Einrichtung,“ sagte Sibyl.

„Nun, dies eine Mal nur — dann mein Leben lang nichts mehr von Gerichten.“

Da setzte Dr. Lederer einen zweiten Zwicker auf, um sie mitleidig anzustarren.

„Jeder Tag ist verloren ohne Liebe,“ hatte er beim Abschied gesagt. Sie ging auf alles ein, nahm die Schuld „böswilligen“ Verlassens auf sich, trat durch Schenkung einen Teil des väterlichen Erbes an Charmion ab, Ralph Hersons Frau würde es entbehren können. Ihm Zeit ersparen war wichtiger. Gabriel, fanatisch und bigott verwildert, stellte immer bösere Bedingungen, nicht um sie erfüllt, um die Scheidung abgebrochen zu sehen. Ihm schien seine Frau, der gefallene Morgenstern — ein brünstig gewordener Seraph. Nur um Charmion rang sie mit ihm. Einen Teil des Jahres mußte ihr das Kind verbleiben. Er ging darauf ein mit einer Klausel: so lang ihr Wandel einwandfrei. Das ließ sich unterschreiben.

Ralph Herson traf sie in Paris, Venedig, Rom. Sein Heim mochte sie nicht als Gast, erst als Dame des Hauses wieder betreten. Warum er sich nicht lieber in England einen Landsitz errichte, als am ligurischen Strand?

Er wehrte erschrocken ab: „Unter solchen Gesetzen leben.“

Sie dachte an Wildes Schicksal, gab ihm recht.

Auch war das Land so wundervoll, auf dem er zu bauen gedachte.

„Ich hätte dich gerne gleich in ein fertiges Haus gesetzt, doch auch so ist es gut, nun magst du mitbestimmen.“

Hatte Bilder, Bronzen, edle Stoffe in vielen Jahren vorausgesammelt. Die alte Landvilla war vollgeräumt wie ein Museum.