Er stampfte mit dem Fuße auf.

»Vergiß nicht, daß ich nichts genommen habe, was zu nehmen mir nicht zustand, daß ich – nach dem Gesetz – jedes gute Recht habe an allem, was Dir gehört,« keuchte er heraus, sich statt auf das moralische Recht ehelicher Solidarität auf das formelle des Gesetzes berufend, wozu er sich durch das Erscheinen des Beamten gedrängt fühlen mochte.

»Gesetz? Wer hat Euch denn diese Gesetze gegeben? Ihr selbst habt sie Euch gegeben und wollt Euch darauf berufen wie auf göttliche Einrichtungen?«

»Aber – aber Du sollst es ja wieder haben – dieses Geld!«

»Dann wäre es – nach dem Gesetz – ein Geschenk, was Du mir damit machtest. Ich will es nicht von Dir geschenkt, ich verzichte auf dieses Geld.«

Damit ging sie hinaus.

Er stand, mit den Händen auf die Tischplatte gestützt, und sah ihr nach. Sie liebte ihn also nicht?

War es denn möglich? Sie liebte ihn nicht!

Zum ersten Male war's, daß er sich diese Frage vorlegte, die er nicht zu beantworten wagte, weil allein sie zu stellen ihm ein ungeheurer Schmerz war.

Ach! ehe er sie hätte beantworten können, hätte er sich eine ganze Reihe anderer Fragen vorlegen und ihnen Antworten finden müssen.