Dies muß anders werden! Beherzige das!

Übrigens nimmst Du das Ganze zu tragisch. Sie ist ein Dummkopf, — das habe ich ja immer gesagt, und mit einem Dummkopf muß man Nachsicht haben.

Willst Du nach Hause kommen, um Dich vor all dem zu retten, so tue es.

Wir haben Dikka hier gehabt.

Sie war einfach süß. Dann ist Arvesen hier gewesen zum 17. Mai — unvergleichlich! Er wird immer prächtiger. Gute Laune, überlegne Ruhe bei allem Eifer, — prächtig!

Erling machte seine Sache als Preisausteiler und Festordner und Leiter vorzüglich.

Wir stehen vor einer Reise nach Lillehammer, wohin wir Keilhau folgen werden; er reist heute mit Dikka und Arvesen.

Der Brief ist faselig. Aber Du verstehst ihn schon. Hier im Hause ist es so unruhig. — Vergiß nie — in was für Dummheiten Du auch hineingerätst, und was Du selbst auch für Dummheiten machst —, stets mußt Du die feste Überzeugung haben: wir glauben dann, daß Du bei Deiner prächtigen Natur einfach unglücklich bist, und wir werden nicht böse, sondern selbst unglücklich sein und Dir helfen nach bestem Vermögen. Denke daran, Bergliot, daß Du niemals etwas tun kannst, aus dem Dir herauszuhelfen wir nicht mit aller Kraft versuchen werden. Habe vor allem und unbedingt in Dir die Sicherheit, die das Bewußtsein gibt, daß Du unerschütterlich treue Freunde an uns hast, in Freud und Leid, in Glück und Schande, in unwandelbarer, ausharrender Liebe. Mutter grüßt und küßt Dich, lieber Schatz, und ebenso

Dein Freund Vater.

Ja, das sieht aus wie flott hingeschrieben; aber Du weißt, es ist guter alter Wein, nur zu hastig eingeschenkt; sie drängen mich.