Weithin unser Sang schon fuhr,
Und ruhmreich leuchtet seine Spur
In Fahnen und Freundschaftsspenden,
In Kränzen aus Frauenhänden,
In Festen voller Jugendschaum,
In Volkes Vorzeit, Volkes Traum.
Nach Halden ging unser Zug,
Die Fahne hing zerfetzt genug;
Sie wehte durch unsre Sänge,
Sie mahnte durch Liederklänge,
Erglühend in dem mächtigen Brand
Des Heldentods fürs Vaterland.
Gen Arendal die Sommerfahrt
Zu "Macht und Ruhm", sei treu bewahrt.
Inmitten der Flotte zogen
Wir Sänger auf blauen Wogen
Zu Norges Schiffs- und Handelsflor,—
Da sangen wir den Jubelchor.
In Bergen, am Meeresstrand,
Wo Altes sich mit Neuem band,
Von Lurklang die Berge hallen;
Held Sverre lebt noch bei allen;
Doch frisch und voll von Lebenslust
Entstieg das Lied der Volkesbrust.
Upsala, Kopenhagen, Lund, Wie zündend klingt's aus Herz und Mund! Da banden wir in Akkorden Im Dreiklang den ganzen Norden. In vollem Chor zum Himmel klang Norrönastammes Einheitssang.
Frischauf in die Welt hinaus!
Wo's Echo gibt, sind wir zu Haus.
Im Lied unsre Zukunft winket,
Im Lied die Vorzeit nicht versinket,—
Wir wandern weiter Hand in Hand,
Und singen Sommer unserm Land.
AN DEN BUCHHÄNDLER JOHAN DAHL
(Zu seinem sechzigsten Geburtstag)
Herr Wirt, dir sei dies Hoch gebracht!
—"Hurra!"
Doch während wir singen, so gebt fein acht!
—"Ja ja!"
Zuerst müßt von schrecklichen Leiden ihr wissen,
Als in unsern Wirrwarr sein Los ihn gerissen
Zu Adlern und Schären,
Zu Wergelands Bären,
—Au ja!
Er kam als ein unschuldig Lämmelein,
—O je,
So niedlich, appetitlich und sauber und rein
Wie Schnee.
Das köstliche Fleisch ließ zu Füllsel man hacken
Und später in Teig von Herrn Wergeland backen
Und munter zerbeißen,
Die Knochen verschleißen
Im Ramsch.