Doch hei! wie ein Böcklein des göttlichen Tor
Er sprang,
Und stieß ihnen kräftiglich hinter das Ohr,—
Das klang!
Da schmunzeln die Kerle in vollem Behagen:
"Jetzt hat der Gesell sich zum Bruder geschlagen,"
Und balde war keiner
Beliebter und feiner
Als Dahl.
Das Licht aus der Bude dort konnt' wohl erhellen
Das Land.
Dort hat sich gar mancher zum Spießgesellen
Bekannt;
Dort machte man Mode und kritische Normen,
Und wollt' ein gut Stückchen Norwegen formen.
Das wird die Geschichte
Schon bringen zum Lichte
Dereinst!
Für das, was du littest, entflammtest und strebtest,
Hab' Dank!
Für alle die Kraft, die du freudig belebtest,
Hab' Dank!
Für all dein gutmütig Eifern und Zanken,
Dein goldnes Gemüt, deine Freundschaft, wir danken,
Du seltsamer Falter,
Du Lieber, du Alter,
Hab' Dank!
DIE SPINNERIN
Ach, was fragte er mich,
Eh' er jetzt vom Fenster schlich?
"Du, ein Band, das knüpf' ich still,
An den Tag soll's im April.
Traust du dich?—dann gib mir dein
Gespinst hinein."
Wie soll ich's wohl verstehn?
Wer hat je ihn weben sehn?
Und mein Gespinst so rein,
Will er in sein Band hinein?
Und so eilig webt er's hin,—
Bis—Lenzbeginn?
Und wie lacht' er dabei!
Ach! Stets treibt er Narretei.
Gebe mein Gespinst ich hin,
Ihm, der also leicht von Sinn?—
Füge du es, Gottes Hand,
Fest zum Band!
DIE WEISSE UND DIE ROTE ROSE
Die weiße und die rote Rose,
So hießen der Schwestern zwei—ja, so!
Die weiße, die war stumm und still,
Die rote allzeit froh.
Doch umgekehrt ging's seither, ja,
Da kamen die Freier weit her, ja.
Die weiße ward so rot, so rot,
Die rote ward so weiß.
Der, den die rote liebte,
Den wollt' der Vater nicht han, nicht han.
Doch den die weiße liebte,
Den nahm er glattweg an.
Die rote, ach, bleicht in Tränen, ja,
Vor Seufzen, Sorgen und Sehnen, ja.
Die weiße ward so rot, so rot,
Die rote ward so weiß.