Solch ein Heldentum hat Björnson erfüllt.
Er hat seiner Zeit und ihren Menschen wie selten einer ins Herz, tief ins Herz geschaut. Und er blieb voll Zuversicht, voll Glauben, voll Liebe. Gerecht und wahrhaftig, einer vom kleinen Fähnlein der Aufrechten. Gut sein, helfen, Wege weisen, Licht entzünden, das war ihm Beruf. Darin war er Berufsenthusiast.
Sein Glaubensbekenntnis, es ist das Bekennen zur Liebe und Ehrfurcht, zur Barmherzigkeit und Güte.
Und man darf es glauben: in diesem Büchlein ist mehr eigenstes Erleben und Leiden Björnsons verborgen, als mancher ahnt.
Ein elender Frosch am Wege offenbart ihm seine Gottheit.
Er weiss von dem Evangelium des Weibes und nennt Ruths seligmilden Namen.
Der Mutter aller Mütter weiht er eine fromme Kerze, wenn er vom armen Fischerweib erzählt.
Zu Kindern lauscht er nieder, er kennt sie alle, kennt die kleine Infantin, die mit der Rose spielt, den kleinen Paul, das Söhnchen des Polizisten, die blonde Isora. Er hat Ehrfurcht vor Kindern. Er fragt Kinder um Rat, und er folgt ihrem Rat, er, Björnson.
Und Gott sucht er, wenn er Pan sein Flötenlied träumen lässt, wenn er die Zeder zu Johannes wandern lässt, wenn er dem Propheten nachschaut, wenn er vor dem Wunder der seligen Brücke: dem Gebet die Hände faltet.
Und die Menschen sucht er, wenn er dem Waldbaume Worte gibt, für die Ärmsten der Armen zu bitten, über die wir Glücklicheren noch immer uns als Blutrichter glauben setzen zu dürfen.