Es hat wohl ein tieferer Dichter als Björnson unter uns hier oben gewohnt: Ibsen.
Aber kein höherer Mensch hat unter uns hier oben geweilt als Björnson.
Ein hoher Mensch!
Und wenn du ihn nie mit eigenen Augen gesehen hast, wenn du nichts weiter von ihm kennst als seine Dichtungen: du kannst ihn noch finden, fühlen, erfahren, wenn du dorthin gewandert kommst, wo zu Füssen einer Riesenpappel, wie sie Meister Böcklin gemalt, Björnson schläft.
Vor eine breite Hügelhöhe musst du dich stellen und deine Augen emporheben, immer höher heben, bis du die Pappel gemessen hast.
An eine Gigantenfackel magst du denken, die dem Tage das Licht gibt.
An eine Sagensäule, die den Himmel trägt.
An einen Riesen und Helden und Menschen, alle überragend, und von ihnen getragen, getragen von den tausend, hunderttausend, den Millionen anderen Menschen, die zu ihm pilgern, die an ihn glauben, für die er war und bleiben wird.
Und du findest noch mehr Bilder, wenn du hier stehst, und alle Bilder musst du vereinen: dann siehst du Björnson, dann hast du es erfahren, dass dieser hohe Mensch noch mehr ist als der Dichter des Nordens: er ist der Genius dieses reinsten Germanenvolkes.