Was an Naturproducten das Wami-Gebiet gegenwärtig hervorbringt, kommt für den Export kaum in Betracht: es sind nur Feldfrüchte, die den Localbedarf decken. Demnach kann auch der Import, Baumwollzeuge, Eisen- und Messingdraht, bei der Bedürfnißlosigkeit der wenig energischen Bevölkerung von keiner besondern Bedeutung sein.
Allein die Fruchtbarkeit des Bodens ist in einzelnen Gegenden so gewaltig und so wenig ausgebeutet, daß eine erhöhte Culturthätigkeit Aussicht auf lohnenden Ertrag verspricht. Die geringen Resultate der bisherigen Versuche in Mbusine, Kiora und zum Theil auch in Sima dürfen nicht abschrecken; es waren nicht die besten, sondern nur die zunächst liegenden Plätze ausgewählt worden.
Soweit die bisher erworbene Kenntniß des Landes es erlaubt, kann behauptet werden, daß zum Plantagenbau in erster Linie sich eignen: Mondo im Thal des Luseru für Kaffee, Cacao, Zuckerrohr, Taback; Farhani in der Makata-Ebene für Zuckerrohr und Taback; das mittlere Sima-Thal, ebenfalls für Taback.
In zweiter Linie: das obere Thal des Luseru bei Sagasa, Kibanti und am Luvumo.
Endlich, besonders als Jagd- und Viehzuchtstationen: Kitangi und Mbambwa.
Für alle, auch für die erstgenannten Ansiedelungen gilt als sehr bedeutendes Erschwerniß der Mangel guter Verkehrswege und die allzu große Entfernung von der See.
Die Arbeiterfrage wird wahrscheinlich keine ungünstig entscheidende Rolle spielen, denn die Bevölkerung ist in jenen Bezirken eine zahlreiche und an Ackerbau gewöhnte.