Abkühlung.
Von 4 Uhr nachm. bis SonnenuntergangVon Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang
Vom 3. bis 8. Januar:um11° R.um2,4°R.
11,24
85,2
12 4,6
9,13,4
Vom 16. bis 21. Januar:um10,6um5,4
8,58,2
5 5,4
9,76,3
10,76.

Der Abkühlung bis zum Abend folgt eine ungleichartige während der Nacht; niemals ist aber die Abkühlung im Verlauf der ganzen Nacht gleich intensiv wie jene während der kurzen Zeit von 4 Uhr nachmittags bis zu Sonnenuntergang.

Mit einigem Vorbehalt müssen die Temperaturangaben über das Plateau von Usaramo der Betrachtung unterzogen werden. Denn sie erstrecken sich auf einen verhältnißmäßig ungenügenden Zeitraum und wurden in stetem Wandern von dem Innern nach der Küste gemacht. Aber die Temperaturabnahme ist auch hier eine rapide und an einzelnen Tagen eine sehr intensive.

Abkühlung.
Von 4 Uhr nachm. bis SonnenuntergangVon Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang
Vom 21. bis 31. Januarum 3,9°R.um 3,3°R.
5,72,3
4,72,4
8 2,6
7 4,4
11,81,6
10,65
11,64,4
8,84,6

Die Hitze um Mittag steigert sich in Usaramo um ein Merkliches im Verhältniß zur Kutu-Ebene und mildert sich (wenn man drei von den angeführten Tagen nicht in Rechnung zieht) in geringerm Grade, da ja die kalten Luftströmungen vom Gebirge auf weitere Entfernungen nicht so wirksam sein können, als in der nächsten Umgebung. Daß die Differenz zwischen Maximum und Minimum in Kutu und Usaramo gleich hoch ist, dürfte vielleicht dem Einfluß jener drei absonderlich gearteten Tage zugeschrieben werden.

Die Temperaturvergleichung von Sansibar und Sungomero im Monat August erlaubt (bei allem Vorbehalt wegen der geringen Zahl von Beobachtungstagen) den einen Schluß, daß Kutu an der allgemeinen Abnahme der Hitze theilnimmt und daß es nur in Erinnerung an die höhere Januartemperatur bedeutend kühler erscheint als Sansibar.

Nach allen Reiseberichten ist die Luft, sobald man das Gebirge selbst betritt, ungemein erfrischend. Wenn auch die Mittagshitze um 2°–5° sich mindert und in vereinzelten Fällen das Thermometer nachts sogar auf 16° und 15° herabsinkt, so scheint doch die ausschlaggebende Ursache des erhöhten Wohlbefindens die Dunstlosigkeit und Reinheit der Atmosphäre zu sein.

Von Ukami wissen wir nach Stanley nur, daß die Tagestemperatur sich gewöhnlich zwischen 23° und 24° R. hält und daß die Nächte kühl sind.

Wirft man zum Vergleich einen Rückblick auf die klimatischen Verhältnisse des Wami-Gebietes, so ergibt sich, wenigstens für Januar und Februar, ein wesentlicher Unterschied zwischen Useguha und Usagara einerseits und Usaramo und Kutu andererseits. Jene um 2–400 m höher gelegenen Binnenländer besitzen eine viel gleichmäßigere warme Tagestemperatur und infolge dessen eine um die Hälfte verminderte Abkühlung; dagegen übersteigt das Maximum der Mittagshitze am Kingani, am Mgeta und auf dem südlich anstoßenden niedrigen Plateau das Maximum der andern Landschaften um 7° R. Auch die Heftigkeit der Abkühlung von Nachmittag bis Sonnenuntergang in der Thalebene von Sungomero wird nur annähernd von jener am Südfuße des Rubeho-Gebirges erreicht: dort 8°–12°, hier 4°–8° R.

Vegetation und Thierwelt.