Der Uranus-Astronom winkte. Man begab sich etwas abseits, wo schon für die Erdengäste ein Fernrohr aufgebaut war, das freilich ganz anders aussah wie irdische Ferngläser und aus großen Metallspiegeln bestand. Es wurde auf die Sonne gerichtet, und dann wurde das Erdensternlein gesucht.
Der Alte zog den Professor näher. Er schaute hinein in den Spiegel. Ja, da schwebte ein zitterndes Lichtpünktchen: die Erde!
„Ach, du lieber Gott!“ rief der enttäuschte Christian, „dieses Fünkchen, das aussieht, als sei es aus meiner Tabakspfeife geflogen, ist unsere Erde? Nun, ich glaubte wenigstens, unser Haus mit der Sternwarte zu sehen und die Blumenstöcke vor dem Fenster, die nun wohl schon ganz vertrocknet sind! Himmlische Güte, das ist die Erde!“
„Ja, das ist sie,“ sagte der Professor.
„Nun, ich wollte, wir wären wieder dort, ich könnte Herrn Professor wieder die Pantoffeln hinter dem Ofen wärmen, meine Pfeife im Garten rauchen und aufpassen, daß die jungen Studenten nicht der Katze eine alte Bratpfanne an den Schwanz binden!“
Auf einmal rauschte und brauste es in der Höhe, und eine Posaunenstimme rief nieder aus den Wolken. Die beiden Uranier bekamen einen Todesschreck. Ihre Augen rollten wie Kegelkugeln, und ihre Rüssel schnoberten entsetzt in der Luft herum. Dann aber liefen sie schleunigst zum Schacht und verschwanden in der Tiefe.
Die Stimme aus der Höhe rief abermals:
„Wo seid ihr, Erdensöhne? Eure Zeit ist abgelaufen!“
„Heiliger Chinchinchindra von Kalkutta,“ raunte Christian dem Professor zu, „es ist der Flügel-Heinrich, der uns in den Himmel zurückbringen will.“
„Ich will aber nicht in den Himmel!“ schrie wütend der Professor.