»Gerade ebensowenig Grund haben Sie, ihn nicht leiden zu mögen.«
»Mag ich ihn nicht leiden?« Sie lachte. »Ich fühle mich getroffen,« setzte sie freimütig hinzu, »denn jetzt, wo ich darüber nachdenke, glaube ich, daß dem so ist. Und doch kann ich nicht sagen, weshalb eigentlich. Sein Benehmen war allerdings brüsk, aber ich glaube nicht, daß das der Grund war. Aber wir können unseren Antipathien und Sympathien nie auf den Grund kommen, nicht wahr?«
Sie blickte nachdenklich auf die Blumenbeete hinaus und zog die Stirn wieder kraus. »Herr Sherriff!«
»Ich höre, liebes Kind.«
»Glauben Sie, daß er dauernd hier — in St. Mellions — bleiben wird?«
»Ja, wenigstens vorläufig. Das hat er mir gesagt.«
»Ja, ja, aber —« sie stockte. »Sie wissen wohl nicht, was ihn hergeführt?«
»Darüber weiß ich ebensowenig wie Sie, mein Kind, gar nichts.«
»Vielleicht weiß ich doch etwas. Jedenfalls weiß ich, daß er nicht zum Vergnügen, sondern in Geschäften gekommen ist. Das erzählte er mir, und es war ihm Ernst damit.«