»Ganz ohne Zweifel. Aber dasselbe ließe sich bei vielen anderen Stellen der Klippen behaupten. Die Felswände sind fast überall furchtbar steil. Es ist schon die Rede davon gewesen, den Klippenpfad durch ein Geländer zu schützen, glaube ich; aber der Plan ist wieder aufgegeben worden. Vielleicht ist es auch kaum nötig, denn die Eingeborenen kennen jeden Schritt und Tritt des Weges, und Fremde, wie Sie, sind eine seltene Erscheinung.«
»Sie wissen also,« sagte er langsam, »daß ich hier fremd bin?«
»Freilich. Erstens kenne ich Sie nicht, zweitens fragten Sie mich, ob unsere Gewitter sich immer so plötzlich zusammenzögen.«
»Und drittens — wußte ich nichts von diesem Ihrem Zufluchtsort,« ergänzte er.
»Das sagt nichts, denn wenige Leute kennen ihn, — ich glaube, kaum irgend jemand. Ich selbst habe ihn ganz zufällig entdeckt.«
»So?«
»Ja. Eines Tages hatte ich einen Hund bei mir, und er verschwand in dem Ginstergebüsch, das den Eingang verdeckt. Er muß wohl die Stufen herabgesprungen oder heruntergerutscht sein und konnte sich nicht wieder herausfinden. Ich rief und wartete, und schließlich hörte ich ihn bellen und leise winseln. Da fand ich das Loch und bahnte mir einen Weg hinunter.«
»Und so entdeckten Sie die Höhle?«
»Ja, und ich rief Sie herein, weil ich wußte, daß Sie bis auf die Haut durchnäßt sein würden, ehe Sie St. Mellions erreichten.«
»Ja, ich war auf dem Wege nach St. Mellions.«