[114] Vergl. Fr. Zschokke, Die Tierwelt der Hochseen. Verhandl. der Deutschen Zoolog. Gesellschaft auf der 1. Jahresversammlung von 1891.

[115] G. Asper und J. Heuscher, Zur Naturgeschichte der Alpenseen. Jahresbericht der St. Gallisch. Naturw. Gesellschaft, 1885–86.

[116] J. Vosseler, Die freilebenden Copepoden Württembergs etc., 1886.

[117] Vergl. W. Migula, Die Verbreitungsweise der Algen. Biolog. Zentralblatt, 8. Bd., No. 17, 1888.

[118] Th. Barrois, Note sur la dispersion des Hydrachnides. Revue biologique du Nord de la France. T. I. 1888–89.

[119] Leidy, Freshwater Rhizopoda of North-America, 1879.

[120] E. Korschelt, Die Entwickelung von Dreyssena polymorpha. Sitzungsber. der Gesellsch. naturf. Freunde in Berlin, Jahrg. 1891.

Über die wissenschaftlichen Aufgaben biologischer Süsswasser-Stationen.

Von Dr. Otto Zacharias in Plön (Holstein).

Auch ausserhalb der Fachkreise dürfte es ziemlich allgemein bekannt sein, dass ich vor einigen Jahren (1888) die Errichtung einer besonderen Anstalt zum Zwecke eingehender Untersuchungen über die Tier- und Pflanzenwelt des Süsswassers angeregt und in ihrer Notwendigkeit begründet habe. Es geschah dies durch einen Aufsatz in No. 269 des „Zoologischen Anzeigers“. Seitdem sind drei Jahre verflossen und in der wissenschaftlichen sowohl wie in der Tagespresse ist der betreffende Vorschlag vielfach erörtert worden. Namhafte Zoologen und Botaniker zollten meinem Plane sogleich Beifall und bestärkten mich in meinem Vorhaben; andere, nicht minder ausgezeichnete Forscher nahmen aber das Projekt mit Zurückhaltung auf. Dies ist der gewöhnliche Gang der Dinge, sobald es sich um eine Neuerung handelt. Meistenteils werden in einem solchen Falle auch noch absprechende Stimmen laut; diese Regel bestätigte sich jedoch meinen Bestrebungen gegenüber nicht. Im Gegenteil gesellte sich zu den beistimmenden Kundgebungen alsbald noch der weitere günstige Umstand, dass wohlhabende Fach- und Privatleute das Projekt in freigebigster Weise durch Geldspenden förderten. Hierdurch und durch das wahrhaft liberale Entgegenkommen des Bürgermeisters[CXVII] und der Stadtgemeinde von Plön ist es mir schliesslich gelungen, meine Pläne zu verwirklichen, und gegenwärtig erhebt sich am Nordufer des Grossen Plöner Sees — in unmittelbarster Wassernähe — ein stattliches, villenähnliches Gebäude, welches eine hinlängliche Anzahl von Räumlichkeiten umfasst, in denen wissenschaftliche Untersuchungen mit derselben Bequemlichkeit vorgenommen werden können wie in den biologischen Laboratorien kleinerer Universitäten.