In unserem Beispiel erhalten wir für α = 83.9°.
Ebenso wäre die Rechnung, wenn wir für u : U genommen hätten, dann hätten wir statt x aber x + i setzen müssen. Um nun nach vorstehenden Zahlen ein Muster zu zeichnen, verfahren wir so, dass wir uns den Winkel α = 83.9° konstruieren und von dem Scheitelpunkte desselben mit den Radien x = 42.9 cm und (x + i) = 192.9 cm Kreisbogen schlagen, dann geben die Strecken dieser Bogen zwischen den Schenkeln des Winkels den obern und untern Umfang des Netzzeuges an. Nach diesem Muster wird dann das Gazenetz ausgeschnitten, wobei berücksichtigt werden muss, dass bei AC und BD das Netz aneinandergenäht wird, zu welchem Zweck eine Einschlagskante bleiben muss. Die Nähte müssen natürlich nach aussen kommen und ausserdem darf nur eine ganz feine Nadel verwendet werden, da jeder Nadelstich dem feinen Netzzeug gegenüber ein grosses Loch darstellt.
Der Aufsatz des Netzes besteht aus einem 1 cm dicken Eisenringe (a) von 36 cm Durchmesser, der mit dem obern Netzringe (S) durch drei starke 60 cm lange Eisenstangen (d) verbunden ist, die oben in Haken (c) zur Befestigung des Taues auslaufen. Zwischen den beiden Ringen, jedoch unter den verbindenden Eisenstangen, ist ein Barchentmantel[XCII] ausgespannt. Dieser Aufsatz ist von grosser Wichtigkeit für die Brauchbarkeit des Netzes. Wird das Netz auf den Grund des Wasserbeckens hinabgelassen, so würden, wenn dieser Netzteil fehlen sollte, Schlamm und Organismen von dem Boden in das Netz geraten können. Bei dieser Einrichtung jedoch stösst höchstens der Eisenring (S) auf den Schlamm auf, und dieser wird, wenn auch etwas aufgewirbelt, doch nicht die obere Netzöffnung erreichen und den Fang verunreinigen können. Ferner dient dieser Aufsatz auch als Reservoir, wenn bei stürmischem Wetter der Fang aus dem Netz hinaufgespült wird. Dann auch wird durch die Öffnung des Aufsatzes (= 1000 qcm) ein nur geringer Wasserstrom in das Netz hineingelangen und durch die gegen 26mal so grosse Netzwand fast vollständig filtriert werden können.
[XCII] Derselbe wird ebenfalls nach den obigen Formeln konstruiert.
Fig. 48.
Der Eimer ([Fig. 48]) ist ein cylindrisches Blechgefäss (Eisenblech), dessen Boden nach der Mitte zu abfällt und hier eine durch eine Schraube verschliessbare Öffnung (u) trägt. Der obere Rand des Gefässes ist erhaben (n) und trägt drei Überfallschrauben (m), die in die oben erwähnten drei gabelartigen Fortsätze des untern Netzringes ([Fig. 45] k) hineinpassen. In der Mitte ist der Blechcylinder noch von einem Reif (q) umgeben. Zwischen diesen beiden Reifen (q und n) ist die eine Seite der Eimerwand herausgenommen und durch Müllergaze (o) verschlossen. Der ganze Eimer steht auf sechs Füssen (f), die durch einen Ring (r) verbunden sind.
Neben dem Vertikalnetz kommt hauptsächlich der Filtrator ([Fig. 49]) in Betracht. Dieser stellt einen Metallcylinder dar, dessen Wände durch Müllergaze ersetzt sind mit Ausnahme von einigen Stützen (s), die unten durch einen sehr flachen Reif (K) verbunden sind. Die Müllergaze wird zwischen dem obern und untern Ringe (R und K) und den Stützen (s) folgendermassen ausgespannt. In dem obern Ringe (R) befindet sich ein zweiter Ring (R′), der an den erstern angeschraubt werden kann; zwischen beide wird die Gaze eingeklemmt, ebenso geschieht dies bei dem untern Ringe (K), auf den ein zweiter Ring (K′) passt, und schliesslich auch bei den Stützen (s), an welche von innen die Gaze durch Metallplatten angedrückt wird. Indem man den obern und untern Rand der Gaze zwischen den beiden Ringen einspannt, die seitlichen Ränder aber zwischen einer Stütze und ihrer innern Platte, hat man den Vorteil, dass an dem Netzzeuge des Filtrators kein Nadelstich nötig ist.
Der Filtrator trägt an jeder Seite einen dreikantigen Vorsprung (v), der dazu dient, den oben beschriebenen Apparat mit Hilfe eines Bügels (b) und einer Überfallschraube (a) auf eine Glasplatte (G) fest anzudrücken, so dass unter dem Ringe (K′) kein Wasser entweichen kann, sondern dasselbe alles durch das Netzzeug filtrieren muss. Da die beiden unteren Ringe (K und K′) sehr flach sind, so wird nur sehr wenig Wasser im Apparat zurückbleiben, welches man auch durch vorsichtiges Neigen des Filtrators nach einer Seite zum Ablaufen bringen kann.
Ferner sind wir mit einigen weithalsigen Stöpselgläsern versehen, die mit Konservierungsflüssigkeit gefüllt sind, und von denen jedes zur Aufnahme eines Fanges bestimmt ist. Am bequemsten ist die Anwendung der Pikrinschwefelsäure, die folgende Zusammensetzung hat: