Das Gewitter tobte noch mit fast unveränderter Heftigkeit weiter, als sie nach einer Weile in die Küche zurückkehrte, um Kaffee zu kochen, und auch noch nach mehr als einer Stunde, als Florence plötzlich ein Gähnen nicht zu unterdrücken vermochte, während sie sich in ihren großen Korbstuhl zurücklehnte.
»Ich glaube, ich werde müde,« sagte sie, »und es ist doch erst zehn Uhr! Sie müssen das auf Rechnung meiner ungewohnten Anstrengung setzen, den Kaffee zu machen und das Abendbrot herzurichten. Aber daran ist mein Mangel an Übung schuld, wissen Sie.« Sie blickte lachend zu ihm hinüber. »Sie haben Orange Lily in ihren Stall gebracht; jetzt muß ich Sie, glaube ich, bitten, mir meinen zu zeigen!«
»Sofort, wenn Sie müde sind. Es ist das Zimmer an der anderen Seite — quer über dem Vorplatz. — Hoffentlich machen Sie sich nichts daraus, daß es im Erdgeschoß liegt?«
»Nicht im mindesten.« Sie hielt zögernd inne.
»Aber das ist Ihr Zimmer, nicht wahr?«
»Es ist das einzige im Hause, außer diesem, ausgenommen die Küche und Frau Youngs Dachstübchen, wo ich Sie entschieden nicht unterbringen kann.«
Er lachte, denn mit einer grimmigen Grimasse schüttelte sie bei der Erwähnung der Bodenkammer den Kopf. »Es tut mir sehr leid, daß meine Behausung räumlich so beschränkt ist, Gräfin.«
»Das glaube ich gern — und zwar, daß es Ihnen um Ihrer selbst willen leid tut, da ich Sie so ohne Umstände aus Ihrem Gemache vertreibe.«
Sie besaß zu viel Takt, um Einwendungen zu machen — sie nahm die Dinge, wie sie lagen.
»Und was wollen Sie tun, Herr Leath? Wohl mit einer Decke Ihr Nachtlager auf der Chaiselongue aufschlagen?«